Zahnarztpraxis Aliferka

Minister-Stein-Allee 2
44339 Dortmund-Eving

Telefon: (0231) 81 26 67
Fax: (0231) 98 18 87 90
E-Mail: info@zahnarztpraxis-aliferka.de

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Öffnungszeiten der Zahnarztpraxis Aliferka

Montag:
08:00 - 12:00 Uhr
15:00 - 18:00 Uhr
Dienstag:
08:00 - 12:00 Uhr
15:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch:
08:00 - 13:00 Uhr
Donnerstag:
08:00 - 12:00 Uhr
15:00 - 18:00 Uhr
Freitag:
08:00 - 14:00 Uhr

Öffnungszeiten der Tochterfirma

Montag:
10:00 - 18:00 Uhr

Zusätzliche Sprechzeiten nach Vereinbarung

Zahnärztlicher Notdienst:
Tel. 02 31/51 50 50


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News

 
Zahnärzte mahnen erneut Regulierungsbedarf bei Investoren-MVZ an

Anlässlich des bekannt gewordenen Referentenentwurfs für das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Kommune (Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz – GVSG) fordern Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) Bundesgesundheitsminister Lauterbach noch einmal mit Nachdruck auf, seinem Ende 2022 gegebenem Versprechen endlich Taten folgen zu lassen und Medizinische Versorgungszentren, die von versorgungsfremden Investoren betrieben werden (sogenannte iMVZ), endlich wirksam zu regulieren.

Seit Jahren dringen Private-Equity-Gesellschaften und andere große Finanzinvestoren in die vertragszahnärztliche Versorgung vor, in dem sie häufig kleine und marode Krankenhäuser aufkaufen, um sie dann lediglich als gesetzlich notwendiges Vehikel zur Gründung von iMVZ und großer iMVZ-Ketten zu nutzen. Die Dynamik ist enorm: Mittlerweile liegt der Anteil der iMVZ an allen zahnärztlichen MVZ bei 30,4 Prozent (3. Quartal 2023) – mit weiter steigender Tendenz.

Mit ihrem Fokus auf schnelle Rendite stellen iMVZ eine erhebliche Gefahr für die Patientenversorgung dar, wie sie beispielsweise das ARD Magazin „Panorama“ mehrfach dokumentiert hat. Auch das Gutachten des IGES-Instituts belegt diese Tendenz.

Obgleich das Bundesministerium für Gesundheit bereits öffentlich kommuniziert hat, dass die Regulierung von iMVZ in diesem Gesetzgebungsverfahren aufgegriffen werden soll, bietet der Referentenentwurf keine neuen Lösungsansätze zur Eindämmung dieser Problematik.

Hierzu erklärt Martin Hendges, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: „Schon lange ist bekannt, dass die rein renditeorientierten zahnärztlichen iMVZ kaum etwas zur Versorgung auf dem Lande beitragen. Ihr Anteil an der Versorgung vulnerabler Gruppen ist auch deutlich geringer als bei herkömmlichen Praxen. Unsere Analyse von Abrechnungsdaten zeigt zudem eine Tendenz zu Über- und Fehlversorgungen in iMVZ gegenüber den bewährten Praxisformen. Daher fordern wir Minister Lauterbach noch einmal auf, hier entsprechende Regelungen aufzunehmen und die fortschreitende Vergewerblichung des Gesundheitswesens endlich wirksam zu stoppen. Dabei gilt es den Besonderheiten der zahnärztlichen Versorgung Rechnung zu tragen. Unsere konkreten Vorschläge dazu liegen seit Langem auf dem Tisch: Ein räumlicher und – das ist wichtig – auch fachlicher Bezug eines Trägerkrankenhauses muss gesetzlich zur Voraussetzung der Gründungsbefugnis eines Krankenhauses von iMVZ gemacht werden. Darüber hinaus ist zur Herstellung erforderlicher Transparenz die Schaffung von iMVZ-Registern und die Verpflichtung für iMVZ Betreiber, auf Praxisschildern und Websites Angaben über Träger- und Inhaberstrukturen zu machen, dringend erforderlich.“

BZÄK-Präsident Prof. Dr. Christoph Benz betont: „Die Zahnmedizin in Deutschland braucht keine fachfremden Investoren, die sich in ohnehin meist gut versorgten kaufkraftstarken Regionen niederlassen, um dort ihre Renditeversprechen zu erfüllen. Da die Behandler in iMVZ oft unter einem enormen Umsatzdruck stehen, finden die dort angestellten Kolleginnen und Kollegen meist eine schlechte Work-Life-Balance vor, die sich auch auf die Behandlungsqualität auswirken kann. Und das nicht nur bei uns im ambulanten Bereich. Ein amerikanisches Forschungsteam hat kürzlich die Auswirkungen der Private-Equity-Akquisitionen von US-Krankenhäusern auf die klinische Qualität der stationären Versorgung untersucht – mit erschreckenden Ergebnissen. Diese US-Studie verstärkt unsere Besorgnis über die Auswirkungen von Private Equity auf die Gesundheitsversorgung erheblich. Um den erheblichen Gefahren für die Patientenversorgung nachhaltig entgegenzutreten, braucht es jetzt eine standhafte Politik, die im Ergebnis klare gesetzliche Vorgaben gegen die ungebremste Ausbreitung von iMVZ auf den Weg bringt.“

Wehret den Anfängen!

Anlässlich des Neujahrsempfangs der Zahnärzteschaft beziehen die Vorsitzenden der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) klare Haltung gegen jede Form von Extremismus, Antisemitismus sowie Rassismus und distanzieren sich eindeutig von allen damit sympathisierenden Gruppierungen.

Hierzu erklären Martin Hendges (KZBV), Professor Dr. Christoph Benz (BZÄK) und Professor Dr. Dr. Jörg Wiltfang (DGZMK):

„Wir als zahnärztlicher Berufsstand positionieren uns unmissverständlich gegen Menschenfeindlichkeit und extremistisches Gedankengut. Gerade das Treffen radikaler Rechter Ende des letzten Jahres in Potsdam, im Rahmen dessen Pläne über eine sogenannte „Remigration“ bekannt geworden sind und damit Menschen mit einem Migrationshintergrund aus Deutschland vertrieben werden sollen, macht deutlich, dass solche Gruppierungen Feinde der Demokratie und unseres Grundgesetzes sind. Es ist die Aufgabe jedes demokratisch eingestellten Bürgers, jegliches extremistische Gedankengut aufs schärfste zu verurteilen und unsere freie Gesellschaft mit ihren Werten zu verteidigen. Daher ermutigt es uns sehr zu sehen, wie viele hunderttausende Menschen in den vergangenen Wochen auf bundesweiten Demonstrationen ein klares Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt haben und noch setzen. Dem schließen wir uns als Zahnärzteschaft an. Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen versorgen mit ihren Teams täglich Hundertausende von Menschen, unabhängig irgendwelcher ethnischer oder sonstiger Zugehörigkeiten. Wir schätzen unsere Kolleginnen, Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Ohne sie wäre in Praxen und Kliniken Notstand.

Es geht jetzt darum, nicht zu schweigen oder zu verharmlosen, sondern nach dem Grundsatz ‚Wehret den Anfängen!‘ gemeinsam verfassungsfeindlichen Aktivitäten und Bestrebungen entgegenzutreten, damit unsere demokratische Gesellschaft fortbestehen kann.“

„Die Zahnpflege bedarf eines besonderen Vertrauensverhältnisses“

Der 03. Dezember wurde von den Vereinten Nationen als Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen ausgerufen und wird in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal begangen. Kariesprophylaxe ist prinzipiell für die gesamte Bevölkerung von hoher Relevanz. Doch es gibt Risikogruppen, die besonders gefährdet sind oder mehr Hilfe bei der Vorbeugung benötigen – diesen soll zum Aktionstag mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Professor Dr. Andreas Schulte von der Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK) und erster Lehrstuhlinhaber für Behindertenorientierte Zahnmedizin in Deutschland, erklärt, warum Kariesvorbeugung gerade für Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige oder Menschen mit besonderem medizinischen Unterstützungsbedarf wichtig ist.

Herr Professor Schulte, warum ist es überhaupt wichtig, den Mund und die Zähne sorgsam zu pflegen? Schulte: Bei jedem Menschen ist die Mundhöhle mit vielen Arten von Bakterien besiedelt. Ein Teil dieser Bakterien produziert nach dem Verzehr von zuckerhaltigen Getränken und Speisen Beläge auf den Zähnen. In diesen vermehren sich besonders die Bakterien, die den Zucker in Säuren umwandeln. Wenn diese Beläge nicht täglich durch das Zähneputzen entfernt werden, greift das den Zahnschmelz an. Es entsteht Karies. Wenn das Zähneputzen sehr oft ausfällt oder die Zahnflächen nicht gründlich geputzt werden, wird das zunächst kleine Loch mit der Zeit immer größer und tiefer. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann im schlimmsten Fall zum Verlust des Zahnes führen. Insofern ist eine gute Mundgesundheit auch bedeutend für die Sprachentwicklung und trägt zur allgemeinen Gesundheit des Körpers sowie dem Wohlbefinden bei. Deshalb ist es nicht nur wichtig, täglich zweimal alle Zähne zu putzen, sondern mindestens zweimal im Jahr zum Zahnarzt oder zur Zahnärztin für eine Kontrolle zu gehen.

Es gibt Risikogruppen für eine schlechte Mundhygiene. Wen betrifft das und warum? Schulte: Ein erhöhtes Risiko für eine schlechte Mundhygiene haben Menschen mit geistiger Behinderung oder mit Behinderungen im Arm- und Handbereich, außerdem auch Pflegebedürftige. Ein Großteil dieser Personen hat teilweise sogar große Schwierigkeiten mit der Mundpflege: Sie sind sehr oft nicht in der Lage, diese eigenverantwortlich in ausreichendem Maße durchzuführen. So können sie sich oft nicht merken, welche Zähne sie bereits geputzt haben und welche nicht. Oder aber sie sind motorisch nicht in der Lage, die komplizierten Bewegungen bei der Zahnpflege durchzuführen. Deshalb benötigt dieser Personenkreis in der Regel individuelle Unterstützung bei der Mundpflege.

Worauf kommt es bei der Mundhygiene für Menschen an, die sich nicht oder nur schwer selbst um ihre Pflege kümmern können? Schulte: Grundsätzlich sollte die Mundpflege auch bei Personen mit Behinderung oder Pflegebedarf mindestens zweimal pro Tag erfolgen. Wichtig ist, dass dabei fluoridhaltige Zahnpasta verwendet wird. Es ist aber auch wichtig, dass die Betreuungspersonen ausreichend darin geschult sind, wie man unterstützende Mundpflege durchführt.

Wie kann diese Unterstützung aussehen? Schulte: Diese kann darin bestehen, dass eine Betreuungsperson beim Zähneputzen anwesend ist und die betreute Person darauf aufmerksam macht, dass sie bestimmte Regionen beim Putzen noch nicht erreicht hat. Es kann aber auch sein, dass die Betreuungsperson aktiv nachputzen muss oder in besonders schweren Fällen die Mundpflege vollständig übernimmt. Das Training für die Betreuenden kann teilweise auch in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden und wird in vielen Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Und bezüglich der Pflegeprodukte: Wird spezielles Equipment benötigt? Schulte: Nein, eigentlich nicht. Wir werden jedoch häufig gefragt, ob elektrische oder manuelle Zahnbürsten bei der Mundpflege von Personen mit Beeinträchtigung besser sind. Hierzu gibt es keine pauschale Antwort – das hängt immer vom Einzelfall ab. So akzeptieren nicht alle Menschen mit geistiger Behinderung die Geräusche und Vibrationen der elektrischen Zahnbürste. Außerdem gibt es unter diesen Personen einige, die beim Zähneputzen zwischendurch auf die Zahnbürste beißen. In solchen Fällen ist es einfacher, mit der manuellen Zahnbürste zu arbeiten.

Da die Zahnpflege prinzipiell für alle gleich ist, worauf sollten wir also achten? Schulte: Wie bei allen Menschen auf die vier Säulen der Kariesprophylaxe: neben den bereits erwähnten regelmäßigen zahnärztlichen Kontrollen und der gewissenhaften häuslichen Zahnpflege sind das die Verwendung von zahnstärkenden Fluoriden und eine zahngesunde Ernährung. Letztere sollte ausgewogen und zuckerarm sein sowie nach Möglichkeit viel bissfeste Kost enthalten. Auch für beeinträchtigte oder pflegebedürftige Personen ist fluoridiertes Speisesalz eine zusätzliche Maßnahme zur Kariesvorbeugung. Nach dem Verzehr der damit zubereiteten Speisen verbleibt das Fluorid noch etwa 30 Minuten in der Mundhöhle und kann seine remineralisierende Wirkung an den Zähnen entfalten. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn nicht so häufig oder gründlich geputzt werden kann.

Die zahnmedizinische Versorgung beeinträchtigter Personenkreise ist oftmals anspruchsvoller. Welche Kniffe gibt es in der Praxis oder im Pflegeheim, die Ihnen und den Betreuenden das Leben erleichtern? Schulte: Voraussetzung für den erfolgreichen Umgang mit beeinträchtigten oder pflegebedürftigen Patientinnen und Patienten ist der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses. Dafür benötigt man am Anfang mehr Zeit. Außerdem muss man empathisch sein und akzeptieren, dass ihre Tagesform stark schwanken kann. An einigen Tagen können wir zahnmedizinische Behandlungsmaßnahmen nur teilweise durchführen und erst an einem zweiten Termin beenden. Dazu gehört auch, Vorlieben und Abneigungen zu berücksichtigen und gegebenenfalls Angehörige beziehungsweise Betreuungspersonen miteinzubeziehen. Wir haben auch Patientinnen und Patienten, bei denen die unterstützende Mundpflege aus verschiedenen Gründen nicht gut funktioniert. Hier kann es sinnvoll sein, die professionelle Zahnreinigung drei- oder viermal pro Jahr durchzuführen. Das bezahlen allerdings die gesetzlichen Krankenkassen nicht.

Welche Tipps können Sie Angehörigen und Pflegenden sonst noch geben? Schulte: Es gibt keine generell gültigen Techniken, jeder Mensch ist ein Individuum. Grundsätzlich sollte man eine Person mit Pflegebedarf oder Beeinträchtigung nicht überfordern. Es gibt Personen, bei denen man nicht auf einmal alle Zähne putzen kann, weil sie nicht so lange kooperieren können. In solchen Fällen ist es mein Rat, zum Beispiel morgens nur die Oberkieferzähne und abends die Unterkieferzähne zu putzen. Ich habe oft von Betreuungspersonen gehört, dass allein dadurch die unterstützende Mundpflege wesentlich stressfreier und unkomplizierter abläuft.

Professor Schulte, herzlichen Dank für das Gespräch.


Was ist eine Sinusbodenelevation und in welchen Fällen kommt sie zum Einsatz?

Manchmal kommt es zu Zahnverlusten im Oberkiefer, die nicht sofort ersetzt werden. Durch die mangelnde Belastung kann es zu Rückbildung des Knochens kommen. Was kann man tun?

Verschiedene Ursachen können zu Zahnverlusten im Oberkiefer führen, und nicht immer kann oder wird ein fehlender Zahn sofort ersetzt. Besonders häufig sieht man das, wenn einer der hinteren Backenzähne davon betroffen ist. Bleibt hier eine Zahnlücke, hat das eine Reihe von Folgen, unter anderem auch eine Rückbildung des Knochens, in dem der verlorene Zahn verankert war, da durch den Zahnverlust die Belastung des Knochens fehlt.

Entscheidet sich der Patient dann nach einiger Zeit für ein Zahn-Implantat, kann es sein, dass die Knochenrückbildung bereits so weit fortgeschritten ist, dass vor der Implantation erst der Knochen wieder aufgebaut werden muss. Mit einer Sinusbodenelevation bereitet der Oralchirurg den Oberkiefer auf die weitere Behandlung vor.

Sinusbodenelevation - Definition und Arten

Hat sich der Knochen aufgrund des Zahnverlustes stark zurückgebildet, vergrößert sich die Kieferhöhle. Folglich fehlt es an Knochenhöhe und somit an Substanz zur Stabilisation und festen Verankerung eines Zahnimplantats. Eine Sinusbodenelevation, auch kurz als Sinuslift, ist ein spezielles Verfahren, um die Substanz des Kieferhöhlenknochens (Sinus maxillaris) aufzubauen und zu verstärken. In den letzten Jahren hat sich das Verfahren der Sinusbodenelevation - neben anderen möglichen Verfahren - als besonders geeignet erwiesen.

Wie sieht der Behandlungsablauf bei einem Sinuslift aus?

In modernen Zahnarztpraxen mit gut ausgebildeten Fach-Zahnärzten und Oralchirurgen bringt der Operateur einen geeigneten Knochenersatzstoff in die Kieferhöhle ein (Augmentation). Bei dieser als "Sinuslift" oder "Sinusbodenelevation" bezeichneten Behandlung füttert der Chirurg die Substanz zwischen Kieferhöhlenboden und Kieferhöhlenschleimhaut auf.

Drei unterschiedliche Methoden für den Sinuslift.

1. Intern: Das geschlossene Aufbau-Verfahren wählt der Chirurg bei geringem Knochenverlust. Bei der nur wenig aufwendigen Methode füllt der Chirurg wenige Millimeter Knochenmasse auf und muss den Kieferhöhlenboden ertasten.

2. Extern: Dieses Verfahren ersetzt einen größeren Knochendefekt. Der Operateur unterfüttert bei dieser komplexen Aufbau-Variante mehrere Millimeter Substanz, um Implantate dauerhaft zu verfestigen.

3. Ballonverfahren: Diese minimalinvasive Methode (Balloon-Lift-Control System) erleichtert die Ablösung der Kieferhöhlenschleimhaut. Bei der auch als Transkretale Antro Membrano Plastie bezeichneten Methode führt der Chirurg ein Röhrchen über ein Bohrloch unter die Kieferhöhlenschleimhaut. In dem Röhrchen befindet sich der Silikonball, den der Operateur über ein externes Ventil mit Flüssigkeit befüllt.

Diese Methode ermöglicht eine präzise und sichere Implantation in einem Bereich des Oberkiefers, in dem noch vor wenigen Jahren keine Implantationen möglich waren. Voraussetzung dafür sind hoch qualifizierte Zahnärzte, die sich auch im Bereich der Oralchirurgie gut auskennen, und auf die modernste Ausstattung zurückgreifen können.

Sinuslift-Operation - Ablauf und Heildauer

Eine Sinusbodenelevation ist eine gut dokumentierte Methode mit hoher Erfolgsquote an Patienten, denen es an ausreichender Knochenschicht zwischen Mund- und Nasennebenhöhle mangelt. In den aufgefüllten Knochen setzt der Operateur das Implantat. Überdies erfordert eine sichere Prognose für Implantate eine Verstärkung des Knochens. Nach dem Sinuslift-Operation baut der Körper 3 bis 6 Monate lang eigenes Knochenmaterial auf, anschließend erfolgt die Implantation im Oberkiefer.



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